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Wer stark ist, muss auch gut sein

Wer super stark ist, muss auch gut sein! 1 Aussage…

Für die, die lieber Hören als Lesen. Den Text “Wer super stark ist, muss auch gut sein! 1 Aussage…” gibt es auch von mir gesprochen. Sozusagen als Podcast-Variante.

Wer super stark ist, muss auch gut sein! 1 Aussage…

Bist Du stark?

Pippi Langstrumpf hat den Satz: “Wer super stark ist, muss auch gut sein!” vor vielen, vielen Jahren von Astrid Lindgren in den Mund gelegt bekommen. Leider heißt “stark sein” in der realen Welt nur zu oft, den anderen seine Überlegenheit auch spüren zu lassen. Dabei wollte Pippi uns mit diesem Satz doch eigentlich klar machen, dass, wer stark ist auch eine Verantwortung für alle, die schwächer sind trägt. Stärke, die sich nur an ihre eigenen Interessen gebunden fühlt, führt zwangsläufig zu Ungerechtigkeit und Egoismus.

Stärke ist nur dann eine positive Kraft, wenn wir sie für andere einsetzten und nicht gegen sie. Wer seine Stärke missbraucht und mit ihr nur egoistische Ziele verfolgt, mag sich dadurch vielleicht Vorteile verschaffen. Aber das, was einmal Stärke war, reduziert sich irgendwann zu bloßer Macht und bildet böse Narben auf dem Herz. Und Narben können Schmerzen erzeugen.

Wer super stark ist, muss auch gut sein! Das bedeutet auch, Gesicht zu zeigen!

Wer stark ist, muss auch gut sein! Gesicht zeigen
Wer stark ist, muss auch gut sein! Gesicht zeigen

Gesicht zeigen bedeutet, dass man sich nicht hinter irgendetwas versteckt. Egal, ob es eine Maske ist (und sei sie nur aus Schminke), die nicht hinterfragte “Meinung der Allgemeinheit” oder dem Gedanken “allein kann ich eh nichts ausrichten”. Nur weil wir in einer Ellbogen-Gesellschaft leben, müssen wir nicht aufhören auf unser Herz zu hören. Wir waren doch alle mal Kinder! Das was wir SIND wurde uns beigebracht oder wir haben es uns von einem Vorbild (vielleicht auch Idol) abgeschaut und so verinnerlicht.

Wieso liest man Neuerdings so oft, dass wir viel von den Kindern lernen können? Wär die logische Schlussfolgerung dann nicht die, dass wir aufhören unsere Kinder zu richtigen (was auch immer das sein mag) Erwachsenen zu erziehen? Sollten wir nicht gemeinsam eine gewisse Unbeschwertheit in uns beibehalten? Erst lernen wir vernünftig zu sein, um dann, wenn wir es endlich verinnerlicht haben, in teuren Workshops beigebracht zu bekommen, wie man wieder Gelassener und Achtsamer werden kann.

Es gibt viel, dass wir von Kindern lernen können.

Ihr wisst schon, dass sind diese kleinen Wesen, denen wir beibringen, sich NICHT mehr so kindisch zu verhalten.

Jetzt, wo wir also verlernt haben, etwas zu tun, einfach nur, weil wir es tun wollen, bewundern wir diese kleinen Wesen! Weil sie Dinge tun, ohne nach dem Sinn und Zweck zu fragen… paradoxe Situation.
Was würdest Du davon halten, mal kurz drüber nachzudenken, ob es nicht SO ist, dass der Starke (das Vorbild) gut sein sollte, weil es das Gute ist, was ihn stark macht!?!?

Der römische Philosoph Seneca urteilte zu seiner Zeit: “wie töricht ist es, Pläne für das ganze Leben zu machen, da wir doch nicht einmal Herren des morgigen Tages sind”. John Lennon formulierte es etwas netter indem er einmal sagte: “Leben ist das, was passiert, während du damit beschäftigt bist, Pläne für es zu machen”.

Klar, Kinder schmieden auch Pläne…

Sie hecken sie aus… Max und Moritz zum Beispiel, zwei ganz üble Jungs… Kinder entwickeln Strategien um herauszufinden, wo ihre Grenzen liegen oder einfach, wie sie am besten an die Süßigkeiten auf dem Schrank kommen. Aber sie bewahren sich eine Spontanität in ihrem Unterfangen. Außerdem sind sie sich unbeschwert sicher, dass die Welt nicht untergehen wird, wenn es nicht (beim ersten Mal) klappt. Weil sie darüber generell (noch) nicht nachdenken, sondern machen.

Als wir laufen gelernt haben, sind wir etliche Male hingefallen. Haben uns beim Fallen vielleicht sogar wehgetan. Und doch haben wir uns immer wieder aufgerappelt und es erneut versucht. Bis wir es konnten. Wie sehr bist Du Dir bewusst, was Deine Beine und Füße für Dich leisten? Mir ist es erst wieder Bewusst geworden, als die Schmerzen anfingen…

Kinder können auch grausam sein.

Wer super stark ist, muss auch gut sein
Wer super stark ist, muss auch gut sein

Wenn sie beginnen sich auszuprobieren, ihre Grenzen ausloten… Die abgeschnittenen Haare der Puppe oder des Geschwister, je nachdem, was verfügbar war, der Kampf um das Förmchen im Sandkasten. Oft fließen Tränen, manchmal sogar Blut. Aber diese Grausamkeit der Kinder ist nicht manipulativ… Denn Kinder machen etwas (normalerweise) nicht “damit etwas…”, sondern “weil etwas…” Deshalb passt der Satz von Pippi “Wer super stark ist, muss auch gut sein” trotzdem noch. Eine Volksweisheit lautet, “Pack schlägt sich, Pack verträgt sich”. Vor allem die Kleinen sind (noch) nicht nachtragend. Sie vergessen ganz schnell wieder, was nicht wichtig (zum Überleben) war.

Viele von uns bewundern Pippi Langstrumpf oder auch den Michel aus Lönneberga… diese rebellischen, klugen Kinder. Obwohl sie ihren Erziehungsberechtigten widersprechen, sie zur Weißglut bringen, denn insgeheim wissen wir: sie haben doch Recht! Wir warten auf den “richtigen” Moment, während sie uns aufzeigen, dass er genau jetzt ist. Jetzt ist die Pfütze, in die man einfach mit beiden Beinen reinspringen MUSS, vor mir auf dem Weg, morgen hat sie die Sonne vielleicht schon ausgetrocknet… Wir fragen uns, wann wohl der richtige Augenblick sein mag…? Kinder leben ihn!

Dieser wichtige Moment, um etwas ganz Neues zu beginnen.

Welches ist der richtige Weg um etwas neues zu beginnen?
Welches ist der richtige Weg um etwas Neues zu beginnen?

Eine eventuell lebensverändernde Entscheidung zu treffen, die nicht nur mich, sondern auch mein engstes Umfeld betrifft. Wenn ich immer nur das tue, was von mir erwartet wird, werde ich immer auf ihn warten. Auf diesen richtigen Moment, an dem ich…

– ja, was eigentlich…

Selbst im alten Griechentum war dieses Thema schon bekannt. Es wurde an höchste Stelle gesetzt. Sein Name: Kairos

Kairos – der Gott des richtigen Zeitpunkts.

Kairos war der jüngste Sohn von Zeus. Er war auch der Spielgefährte vom schnellen Götterboten Hermes und der Schicksalsgöttin Tyche, die für den Zufall steht. In Kairos Entscheidungsfreiheit fiel übrigens auch, wann und auf wen Amor seine Pfeilchen abschießen durfte.

Der größte Gegenspieler von Kairos war übrigens Chronos. Chronos wiederrum ist die göttliche Inspiration für alle, die planen, Strategien entwickeln und Prozesse in eine akkurate Abfolge bringen (wollen). Wie bezeichnend, dass viele von uns sofort an Uhren denken… Chronos, diese exklusive Uhrenmarke aus der Schweiz, hat den “Gott der Zeit” zum Objekt der Begierde (für manchen) gemacht.

Der richtige Zeitpunkt ist jetzt!

Mehr ist nicht immer auch besser
Mehr ist nicht immer auch besser

Jetzt, genau in diesem Moment, ist der richtige Moment!
Jetzt können wir Stärke zeigen. Wir können unsere Position in der Gesellschaft dazu benutzen etwas zu verändern. Wir können für Andere da sein. Zuhören. Nicht mehr nur nach unserem eigenen Vorteil Fragen oder suchen… Wir können so viel zusammen machen, ohne dass wir den anderen benutzen. Wir können umlernen. Jeder von uns braucht den anderen für irgendwas… Wir brauchen unsere Bauern, weil sie Grundnahrungsmittel produzieren aus denen wieder andere Brot, Milch, Käse, Fleisch… für uns herstellen. Warum beuten wir sie aus, indem wir billigst einkaufen? Wo ist die Wertschätzung für jeden einzelnen geblieben? Damit meine ich auch das Huhn, das Schwein, die Kühe und Rinder…

Wir alle haben es in uns. Jeder von uns hat seine Stärken. Deshalb gilt auch für jeden Einzelnen von uns: wer super stark ist, muss auch gut sein! Denn es ist das Gute, das uns stark macht!

Ich wünsche uns allen, dass wir gestärkt, mit offenem Herzen und erweitertem Horizont aus dieser schwierigen Zeit heraus kommen!

Wir sind nicht nur verantwortlich für das, was wir tun, sondern auch für das, was wir nicht tun. (Molière)

Liebe Grüße

Deine Andi

#bleibdaheim #stopcorona

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